Der Schüler schlägt den Lehrer: Daniel Schneiders gewinnt zum ersten Mal DB SCHENKER GERMAN MASTER

Es war sein erster offizieller Weltcup-Auftritt überhaupt, und der endete für Daniel Schneiders am Samstagnachmittag überraschend mit dem Titel DB SCHENKER GERMAN MASTER. Der Hufschmied aus Petershagen gewann die Qualifikationsprüfung zum FEI World CupTM Driving aus Umlauf und Siegerrunde in 233.49 Sekunden und sicherte sich 5.500 Euro Preisgeld. „Ich hatte viel Glück, bin ohne Erwartungen angereist und dachte mich im Mittelfeld zu platzieren.“ Bei seinem Start in der mit 8.000 Zuschauern ausverkauften Hanns-Martin-Schleyer-Halle hatte der 32-Jährige eigentlich erst nach der Prüfung Probleme: „Meine Pferde stehen in der Siegerehrung nicht, aber im Parcours waren sie sehr gut.“

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Zweiter wurde Routinier Georg von Stein (238.16/Modautal), der den Sieger lobte: „Daniel ist zweimal Null gefahren und hat zum Schluss alles riskiert.“ Vorjahressieger und Weltmeister Boyd Exell (242.59) ist stolz auf seinen Schüler: „Er hat viel trainiert.“ Seine eigene Runde kommentierte der Australier schmunzelnd: „Michael Freund ist schuld. Er hat mir gesagt, ich soll die Pferde laufen lassen. Das habe ich gemacht und konnte sie nicht mehr bremsen.“

Für den neuen Parcourschef Dr. Wolfgang Asendorf (Salzhausen) war der Weltcup in Stuttgart eine Herausforderung: „Es ist schon eine Aufgabe, in einer so großen Halle einen dem Starterfeld angepassten, sportlichen Parcours zu bauen.“ Er freute sich deshalb „über die verschiedenen Linien, die die Fahrer genommen haben – das ist immer ein gutes Zeichen“.