Reiterjournal Extra 2024 - Freitag

Seite 30 Rei ter journal -Ext ra Freitag, 15. November 2024 sam an Sachen arbeiten, die man zusammen besser machen kann. Zudem haben wir mit den Bundestrainern nach jedem Turnier einen Plan gemacht, wie es am besten weitergeht“, erläutert Netz und so haben sie wahrlich den goldenen Draht gefunden. Dabei handelt es sich bei den beiden nicht nur um ein perfektes Paar. Nein, vielmehr haben sie etliche Eigenschaften gemeinsam, wodurch der passende Trainingsspirit entstehe. Bei der Frage nach den Stärken des Johnson-Nachkommens muss er schmunzeln. „Er ist motiviert, frech und ehrgeizig“, beschreibt Netz und fügt lachend hinzu: „Frech muss großgeschrieben werden.“ Nein, Spaß beiseite. Camelot sei der König im Stall und das wüsste der KWPN-Wallach auch ganz genau. „Camelotti möchte ganz viel Aufmerksamkeit. Wenn ich beispielsweise bei seinem eigentlich besten Kumpel Dieu in der Box bin, findet er das ziemlich doof. Hinzu kommt, dass er super verspielt und verschmust ist. Wir versuchen ihm ganz viel Aufmerksamkeit im Umgang und unter dem Sattel zu schenken“, beschreibt Raphael Netz. Und diese Liebe gibt „Camelotti“ auch seine besten Freunde Raphael und Natalie, Pflegerin im Stall Netz zurück, nämlich mit wahren Gänsehautauftritten im Viereck. Man darf gespannt, was die beiden als echtes perfektes Match noch erreichen werden! Mona-Sophie Wieland It’s a perfect match Raphael Netz und Great Escape Camelot zählen zu den Aufsteigern des Jahres. Die Stuttgart German Masters werden für Raphael Netz immer ein ganz besonderes Turnier bleiben. „Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, als ich vor zwei Jahren auf der Tribüne saß und als Piaff-Förderpreis-Finalist beim Grand Prix der Weltcup-Tour zugeschaut habe. Als ich Great Escape Camelot unter seiner Reiterin Estelle Wettstein sah, war ich sofort von diesem Pferd beeindruckt“, beschreibt Raphael Netz rückblickend. Nur eine Woche später stand der heute 13-jährige Wallach im Stall von Raphael Netz. Es sei ein wahrgewordener Traum gewesen oder wie es der Bayer selbst beschreibt: „Als Camelotti zu mir in den Stall kam, war ich unheimlich dankbar, solch ein tolles Pferd reiten zu dürfen.“ Doch beim alleinigen Bewundern vom Boden aus blieb es natürlich nicht, vielmehr entpuppte sich gleich der erste Ritt als echter Aha-Moment. „Als ich das erste Mal zu Hause geritten bin, konnte ich mit dem Strahlen und Grinsen nicht mehr aufhören. Es hat einfach direkt gematcht“, beschreibt der 25-Jährige. Und wie es sich für ein „perfect match“ gehört, blieb es bei diesem einen Aha-Moment natürlich nicht. Vielmehr wurde es von Training zu Training oder auch von Turnier zu Turnier einfach immer besser. Man kann auch sagen, dass die beiden einen raketenhaften Aufstieg aufs Parkett legten. Top-Platzierungen bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren, etliche Podestplätze in Vier-Sterne-Prüfungen und eine bärenstarke Punktejagd im Weltcup 2023/2024, welche mit dem Finalticket sowie schließlich mit Rang fünf im großen Finale in Riad belohnt wurde. Eine bemerkenswerte Entwicklung. Und was war oder besser gesagt ist das Geheimrezept hinter dem Erfolg? „Camelotti ist ein unheimlich tolles Pferd in dem Sinne, dass er immer alles richtig machen möchte. Er ist immer bei der Sache und möchte sein Bestes geben. Über die letzten zwei Jahre konnten wir uns nun kennenlernen. Über diese Zeit kann man natürlich stets gemeinGreat Escape Camelot und Raphael Netz blicken auf einen raketenhaften Aufstieg. Foto: Lafrentz Foto: TomsPic

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