Enge Entscheidung im DB SCHENKER GERMAN MASTER: Ijsbrand Chardon gewinnt die Weltcup-Prüfung im Fahren

Stuttgart – Zum dritten Mal nach 2007 und 2016 gewann der Niederländer Ijsbrand Chardon beim Internationalen Reitturnier STUTTGART GERMAN MASTERS in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle den Titel des DB SCHENKER GERMAN MASTER.


Der elfmalige Weltmeister setzte sich vor 8.000 begeisterten Zuschauern nach zwei Umläufen und einer Siegerrunde mit der Gesamtzeit von 150.95 Sekunden vor dem Belgier Glenn Geerts (154.74) und dem Ungarn József Dobrovitz (158.96) durch. Das Spektakel der Viererzugfahrer war die zweite Wertungsprüfung für den FEI Driving World CupTM, Runde 1 fand vor zwei Wochen in Lyon statt. Mit seinem Sieg in Stuttgart übernahm Chardon auch die Führung in der Qualifikation fürs Finale im Februar in Bordeaux. 

„Ich habe für Lyon meine Pferde ausgetauscht und bin dort nicht so gut gefahren. In Stuttgart lief es gestern zunächst sehr gut, in der zweiten Runde war ich dann viel zu schnell und hatte drei Fehler. Ich bin sehr erstaunt, denn ich habe noch nie erlebt, dass drei Fahrer in zwei Umläufen innerhalb einer Sekunde sind. Das Niveau ist extrem hoch!“, resümierte der Sieger. Der Jüngste im Bunde, der 29-jährige Belgier Glenn Geerts, zeigte sich sichtlich zufrieden: „Es lief sehr gut für mich: In vier Runden hatte ich nur einen Fehler. Das gibt mir Selbstbewusstsein für die nächsten Etappen. Ich kann unter den ersten Drei mitfahren!“ Sichtlich stolz war der Drittplatzierte József Dobrovitz aus Ungarn: „Alle Gespanne auf den ersten fünf Plätzen fahren mit Pferden, die ich ausgebildet habe. Ich bin extrem stolz auf sie!“ und fügte an: „Ich mag das Stuttgarter Turnier sehr gerne. Der Parcours passt sehr gut zu mir.“ 

Und Ijsbrand Chardon lobte: „Ich glaube, wir haben mit Wolfgang Asendorf den besten Parcoursbauer der Welt!“ Dieser fasste sein „Erfolgsgeheimnis“ kurz zusammen: „Ich beschäftige mich einfach sehr lange damit, wie ich es machen will. Den Parcours baue ich nicht einfach so auf die Schnelle.“ 

Einziger Deutscher im hochkarätigen Teilnehmerfeld war der Odenwälder Georg von Stein (Modautal) auf dem sechsten Platz, in den beiden vergangenen Jahren jeweils Dritter in der Schleyer-Halle. Er sei mit einem leicht veränderten Gespann auf der linken Seite an den Start gegangen, so der 46-Jährige. 

FEI-Vertreter Mark Wentein (Belgien) unterstrich die Dichte an der Spitze: „Ein Fehler entschied über die Platzierung – zwischen dem Ersten und dem Dritten lagen jeweils nur knappe vier Sekunden!“ Und ergänzte: „Stuttgart ist organisatorisch deutlich besser als Tryon.“ Dort fanden bekanntlich im September die Weltreiterspiele statt…



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